Sehr häufig nisten sich Ameisen in einem Sandkasten ein. In unserem normalen Leben begegnen uns im Garten normalerweise nur drei Arten von Ameisen – die gelbe Wiesenameise, die rote Gartenameise und die schwarze Gartenameise.

Die gelbe Wiesenameise lebt eher sehr zurückgezogen und ist nur selten zu sehen. Sie baut fast schon maulwurfsgroße Hügel und lebt in einer recht großen Kolonie – wird sich aber selten im Sandkasten einnisten.

Die häufigste Art im eigenen Garten ist die schwarze Gartenameise – sie lebt fast überall: unter Steinen, Baumrinde oder Gehwegplatten. Sie lebt eher räuberisch und tötet auch andre Insekten. Die Population ist mit rund 40.000 Stück deutlich kleiner als die der gelben Wiesenameise.

Die kleinste Population hat die rote Gartenameise. Sie ist ebenfalls sehr verbreitet und ernährt sich von Samen, Insekten aber auch Blattläusen. Diese Ameise hat das stärkste Gift und zusätzlich einen Stachel.

Generell sind die Stiche oder Bisse einer Ameise aber ungefährlich und nur etwas schmerzhaft – doch für Kinder kann dies dennoch ein großes Problem sein.

Ameisen vertreiben auf natürlichem Weg

Je nachdem wie groß und lange der Befall im Sandkasten mit Dach schon vorhanden ist – desto schwieriger kann es werden die Ameisen wieder loszuwerden. Es gibt verschiedene Wege die kleinen Ameisen zu bekämpfen: die chemische Keule, Hausmittel und eher natürliche Methoden. Bevor man den Sandkasten mit Chemie vollpumpt sollte man es auf jeden Fall mit natürlichen Methoden probieren.

Ameisen mögen bestimmte Düfte wie Lavendel, Zimt, Thymian, Teebaumöl, Pfefferminze, Zitrone oder Gewürznelken nicht. Streuen Sie einfach eine davon auf das Nest und überprüfen sie nach einigen Stunden, ob es bereits gewirkt hat. Was oft sehr gut hilft: Übergießen Sie das Ameisennest mit Pfefferminztee – das vertreibt die kleinen Plagegeister oft recht schnell.

Noch einfacher ist die Verwendung von Wasser. Ameisen bauen ihre Nester immer in trockenen Bereichen. Setzt man das Nest immer wieder unter Wasser – und das in kurzen Abständen kann es auch gelingen die Ameisen auf diesem Wege zu vertreiben.

Ebenfalls gut funktioniert die Verwendung von Kalk. Ameisen überwandern keine alkalischen Stoffe. So kann man sie beispielsweise daran hindern die Hauswand hochzuklettern – man zieht einfach einen Kreidestrich.

Ein interessantes Hausmittel ist Essig bzw. Essigessenz. Dies ist ein Vertreibungsmittel, welches es für die Ameisen ungemütlich machen soll. Ein Wasser-Essig-Gemisch wird auf das Nest und die Wege darum gesprüht. So verlieren die kleinen Ameisen die Orientierung. Achtung: Kommt zu viel von dem Gemisch auf den Rasen dann wird dieser braun – man sollte also vorsichtig damit umgehen.

Ameisen vertreiben mit Chemie

Alternativ kann man auch Ameisenfallen am Sandkasten aufstellen. In diesen befinden sich Köder, die die Ameisen stark anziehen. Bereits nach 12 Stunden sollte man die ersten Ergebnisse sehen. Warum? Es dauert bist sich Köder verteilen. Erst nach 2-3 Tagen sind die Ameisen im Normalfall ausgerottet. Dies ist oft eine sehr gute aber auch harte Methode, die Ameisen loszuwerden.

Bei vielen Produkten sind die eingesetzten Wirkstoffe biologisch abbaubar und auch unschädlich für Menschen oder andere Tiere. Ameisenfallen sind sehr gut für den Außenbereich und damit für den Sandkasten geeignet.

Falls ein größerer Bereich betroffen ist kann man auch Streumittel verwenden – dies funktioniert genau gleich. Die Fress-Köder werden verteilt, von den Ameisen aufgenommen und so in das Nest transportiert. Mit Streumittel erzielt man oft schneller Ergebnisse, da diese direkt am Ameisenbefall angewandt werden können.